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Trier helau! Prinz Ralf I. präsentiert den eroberten Stadtschlüssel, während OB Klaus Jensen (mit Perücke) ein paar Krokodilstränen verdrückt.
16.02.2012 18:23 | Trier (Stadt) | Trier (Stadt)

Trierer Prinzenpaar klärt die Machtverhältnisse

Auftakt des Straßenkarnevals in Trier: Auf dem Hauptmarkt versammelten sich am Donnerstag um 11.11 Uhr unzählige Möhnen und Narren in originellen Kostümen zur großen Weiberfastnachtsfete, um die Proklamation des Trierer Prinzenpaars mitzuerleben. Mit einer Drehleiter der Feuerwehr schwebten Prinz Ralf II. vom Wieweler Thron und ihre wiewelige Lieblichkeit Prinzessin Miriam I. von Zalawen über das begeisterte närrische Volk bis zur Petrusfigur auf dem Brunnen, die einen Blumengruß erhielt - als Gegenleistung wird vom Stadtpatron gutes Wetter bis Karnevalsdienstag erwartet.

Zuvor hatten das Prinzenpaar und der närrische Hofstaat im Rathaus die Machtverhältnisse geklärt. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - Ralf und Miriam hatten sich als Oberbürgermeister und OB-Gattin getarnt - verschafften sie sich Zugang zum Verwaltungssitz. Zwar deckten die mutigen Kämpfer der Stadtgarde Augusta Treverorum den Schwindel bald auf, mussten sich jedoch der Übermacht der karnevalistischen Eindringlinge beugen. Diese gelangten schließlich bis ins Amtszimmer von OB Klaus Jensen, der sich jedoch zunächst standhaft weigerte, den Stadtschlüssel herauszurücken. Unter Bewachung wurde Jensen schließlich zum Hauptmarkt geführt, wo das Volk befragt werden sollte. Dessen Meinung war eindeutig 'pro Prinzenpaar' - dem Start der närrischen Regentschaft stand somit nichts mehr im Wege.

Rettungseinsätze wegen Alkoholmissbrauchs

Während es am Vormittag zu keinen besonderen Zwischenfällen kam und die Närrinnen und Narren friedlich den 'Fetten Donnerstag' miteinander feierten, spitzte sich die Lage am frühen Nachmittag in der Innenstadt wegen der Vielzahl von vor allem alkoholisierten Jugendlichen zu. Betroffen waren insbesondere der Hauptmarkt und die Treviris-Passage. So mussten die Hilfsorganisationen, darunter die Berufsfeuerwehr, der Malteser Hilfsdienst, das DRK und die Johanniter ihre Einsatzkräfte verstärken, um die Betrunkenen versorgen zu können. Am Nachmittag waren 20 Helferinnen und Helfer im Einsatz, darunter auch Ärzte, die sich um rund 40 Personen mit Alkoholvergiftung kümmerten. Der Rettungsdienst der Feuerwehr mobilisierte die 'Schnelle Einsatzgruppe Sanität' der Stadt Trier. Zum Einsatz kam der Großraumrettungswagen im Bereich des Domfreihofs, in dem bis zu elf Patienten ärztlich versorgt werden können. Der übermäßige Alkoholkonsum führte, so Feuerwehr-Einsatzleiter Sven Ney, auch zu einigen Fällen von zu versorgenden leichteren Verletzungen. Trotz der unerfreulichen Begleiterscheinungen des in dieser Massivität dann doch nicht erwarteten Alkoholmissbrauchs insbesondere von jungen Menschen habe man die 'Lage im Griff', hieß es am Nachmittag vom Hauptmarkt und die Leitstelle ließ verlauten, der Rest sei 'relativ ruhig'.

Pressekontakt: Stadtverwaltung Trier (rathaus[at]trier.de)
www.trier.de
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