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16.01.2012 16:52 | Neustadt/Weinstr. | Neustadt (Stadt)

„Menschenwürdig leben. Kindern Zukunft geben“: Misereor-Fastenaktion im Blickpunkt beim „Samstagmorgen“ im Herz-Jesu-Kloster

„Menschenwürdig leben. Kindern Zukunft geben.“ So lautet das Thema eines Vortrags von Dr. Dieter Richarz (Misereor Aachen, Abteilung Bildung und Pastoral) am Samstag, 28. Januar (9 Uhr), im Herz-Jesu-Kloster in Neustadt. Die Veranstaltung zur Misereor-Fastenaktion ist ein gemeinsames Angebot der Katholischen Erwachsenenbildung, des Katholikenrates im Bistum Speyer und des Herz-Jesu-Klosters. Es wird ein Kostenbeitrag von zehn Euro (inklusive Stehkaffee und Brezel) erhoben.

Das bischöfliche Hilfswerk „Misereor“ lenkt mit der Fastenaktion 2012, die am 26. Februar in Speyer bundesweit eröffnet wird, den Blick auf Kinder und Jugendliche in den Elendsvierteln großer Städte. Sie leiden darunter, kein sicheres Dach über dem Kopf zu haben. Genügend Essen und sauberes Trinkwasser fehlen. Schwere Arbeit gehört für die meisten zum Alltag. Diese Lebensumstände machen krank. Aber die Behandlung durch einen Arzt und Medikamente können sich die wenigsten leisten. Schule und Ausbildung bleibt vielen verwehrt. Partnerorganisationen von Misereor stärken und unterstützen solche Kinder und Jugendliche. Es sind Projekte der Hoffnung: das Schutzzentrum für Mädchen in Nairobi, die Friedens-Trucks in Guatemala-Stadt, die Anwaltschaft für „Cage People“ in Hongkong und das Programm für die Müllsammlerinnen und Müllsammler in Kalkutta. Diese Projekte zeigen, wie viel Kraft und Kreativität Heranwachsende und Erwachsene entfalten, um sich selbst Perspektiven zu erarbeiten.

Um 12 Uhr wird Anna-Maria Kohler-Ulrich die Ausstellung „Cage People - daheim auf zwei Quadratmetern. Vom Leben in Armut in einer reichen Stadt“ eröffnen. Die Ausstellung zeigt das Leben der städtischen Armen in Hongkong. Fast sieben Millionen Menschen leben in Hongkong, 1,3 Millionen von ihnen unter der Armutsgrenze. Über 100 000 Menschen leben offiziellen Angaben zufolge in Käfigen und Verschlägen von oft nicht mehr als zwei Quadratmetern Größe. Frau Kohler-Ulrich hatte die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. - Die Ausstellung kann bis zum 8. Februar im Herz-Jesu-Kloster besichtigt werden.

Weitere Information und Anmeldung: Herz-Jesu-Kloster Neustadt, Telefon 0 63 21/8 75-0, www.kloster-neustadt.de.


Pressekontakt: Bistum Speyer (pressestelle[at]bistum-speyer.de)
www.bistum-speyer.de
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