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22.02.2012 15:11 | Trier (Stadt) | Trier (Stadt)

Kirchen rufen zum Autofasten auf

„Klima schützen. Anders unterwegs sein“ – Aktion in Trier eröffnet

Unter dem Motto „Klima schützen. Anders unterwegs sein“ haben Vertreter des Bistums Trier und des Evangelischen Kirchenkreises Trier am Aschermittwoch, 22. Februar die Aktion „Autofasten 2012“ gestartet. Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Region Trier (VRT) und dem Bürgerservice Trier laden die Kirchen vom 4. März bis zum 1 April Autofahrer ein, ihr Fahrzeug so oft wie möglich stehen zu lassen und die Wege zur Arbeit oder in der Freizeit umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. An der Aktion, die 1998 in Trier begonnen wurde, nehmen auch die Bistümer Mainz und Speyer, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, die Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz sowie der Rat christlicher Kirchen in Luxemburg teil. Bisher haben sich 900 Teilnehmer angemeldet.

„Das passt genau in die Fastenzeit hinein“, sagte Dompropst Prälat Werner Rössel bei der Eröffnung der Aktion auf dem Trierer Domfreihof. Die Fastenzeit sei für Christen eine Einladung ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen und das Verhältnis zur Umwelt zu überdenken. „Gott hat uns Menschen seine Schöpfung zur pfleglichen Nutzung anvertraut, das ist eine Aufgabe für das Handeln der Kirche und jedes einzelnen Christen im Alltag“, sagte Rössel. Christen seien in besonderer Weise aufgefordert, auf die Folgen ihres Handelns für ihre Mitmenschen, für die Mitgeschöpfe und die ganze Natur zu achten. Deshalb seien alle Menschen aufgefordert, den persönlichen Lebensstil klimaverträglicher zu gestalten. „Mit unserer Aktion Autofasten wollen wir einen Anstoß geben, unser Mobilitätsverhalten zu verändern. Natürlich am Besten nicht nur für die Fastenzeit, sondern auf Dauer.“

Auch die Evangelische Kirche im Rheinland und der Kirchenkreis Trier unterstützen das Autofasten. „Wir machen uns dabei aber oft gar nicht bewusst, was wir für uns und besonders für die Nachfolgende Generation anrichten“, sagte Pfarrer Johann Peter Winter. In der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern seien Christen zur Besinnung und Umkehr aufgerufen „Fahren Sie einmal mit dem Rad oder gehen Sie zu Fuß“, appellierte Winter.
Landrat Dr. Joachim Streit lud als Verbandsvorsteher des VRT zum Autofasten ein. Verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen sei „eine Frage der Nächstenliebe“. „Wir müssen uns schon fragen, was wir uns leisten dürfen, ohne das in anderen Ländern jemand auf etwas verzichten muss“, sprach er die Frage der globalen Gerechtigkeit an. „Machen Sie mit, vielleicht reicht es ja über den Aschermittwoch hinaus, unsere Busse stehen das ganze Jahr für sie bereit.“

Wer sich zum Autofasten entschließt, auf den warten attraktive Angebote. So bietet der VRT das FastenTicket an, das einen Monat in der Fastenzeit im gesamten Netz gilt und 51,50 Euro kostet. Auch die Radstation des Trierer Bügerservices am Trierer Hauptbahnhof unterstützt die Aktion. Wer sich angemeldet hat, kann dort kostenlos für 14 Tage ein Fahrrad oder für sieben Tage ein E-Bike ausleihen. Alle anderen bezahlen während der Aktion die Hälfte. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sein Fahrrad kostenlos durchchecken zu lassen.
Anmeldungen zur Aktion Autofasten 2012 sind noch bis zum 27. März im Internet unter www.autofasten.de möglich.


V.l.nr.: Rolf Rauland von der Kreisverwaltung Trier; Veronika Zänglein, Geschäftsführerin VRT; Simone Kaes-Torchiani, Verkehrsdezernentin Stadt Trier; Dompropst Werner Rössel, Bistum Trier; Landrat Dr. Joachim Streit; Pfarrer Johann Peter Winter, Evangelischer Kirchenkreis Trier.


Pressekontakt: Bischhöfliche Pressestelle Trier ( )
www.bgv-trier.de
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