|
Geplante Hochmoselbrücke schädlich für den Fremdenverkehr in der Region
Tourismuspolitischer Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion besucht Bürgerinitiative „Pro Mosel“
Am Mittwoch, den 12. Januar informierte sich der tourismuspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Markus Tressel MdB gemeinsam mit Landtagskandidatin Jutta Blatzheim-Roegler und MdB Ulrike Höfken bei einem Treffen mit der Bürgerinitiative 'Pro Mosel' in Ürzig, über die möglichen Auswirkungen der geplanten Hochmoselbrücke auf den Tourismus in der Region. Zuvor konnten sie sich bei einer Führung durch den 'Ürziger Kräuter- und Gewürzgarten' von einem spannenden und lehrreichen touristischen Angebot überzeugen.Die Brückenpläne stießen bei Markus Tressel hingegen auf völliges Unverständnis. 'Wie kann man nur ein solches Brückenmonster in diese einmalige Kulturlandschaft bauen und dann auch noch - wie SPD, CDU und FDP - behaupten, dadurch mehr Touristen in die Region locken zu können? Kein Tourist möchte auf ein Betonband über der Mosel schauen.' Das Projekt sei absolut überdimensioniert und werde dem Tourismus und der Region massiv schaden. Ein Ürziger Anwohner kündigte wegen der Brücke bereits seinen Umzug an. Er fürchtet massive Lärm- und Feinstaubbelastung: 'Ich bin extra wegen der schönen Landschaft nach Ürzig gezogen, von der nach dem Brückenbau nicht mehr viel übrig sein wird.' Jutta Blatzheim-Roegler, Mitbegründerin der BI, ergänzte: 'Auch angesichts der enormen Kosten von aktuell über 300 Millionen Steuergeldern und dem kürzlich herabgestuften Kosten-Nutzen-Verhältnisses wäre die Landesregierung gut beraten, Abstand von dem Projekt nehmen würde. Noch ist es nicht zu spät!' Zudem weise die Landesregierung in ihrer eigenen Tourismusstrategie auf die einmalige Kulturlandschaft an der Mosel hin. 'Der Wander- und Radtourismus an der Mittelmosel boomt, mit ihren gigantischen Brückenplänen nimmt die Landesregierung in Kauf, dass die regionalen touristischen Strukturen bei Zeltingen-Rachtig, Ürzig und auf dem Moselsporn zerschlagen werden,' so Jutta Blatzheim-Roegler.
Pannenserie der Baufirma gibt Anlass zur Sorge
Grund zur Sorge bietet auch die Baufirma, die kürzlich den Zuschlag für den Brückenbau vom landeseigenen Betrieb Mobilität erhielt. Darauf wies Ulrike Höfken hin: 'Unsere Recherchen haben gezeigt, dass die Firma an einer Reihe von Projekten im Bundesgebiet beteiligt gewesen ist, die durch massive Pannen zum Teil überregional für Aufsehen gesorgt haben. In mehreren Fällen mussten sich Gerichte mit den Bauprojekten befassen. Teilweise ging es um deutliche Bauverzögerungen, wie beim Bau der Rendsburger Brücke und um Nachforderungen in Millionenhöhe, wie beim Bau des Klimahauses in Bremerhaven.'Zudem schrieb das Unternehmen in den letzten Jahren rote Zahlen, was das französische Mutterunternehmen dazu zwang, finanziell einzuspringen. Der Bau der Hochmoselbrücke soll, nach Aussagen des Unternehmens, das größte Projekt in der Unternehmensgeschichte werden. 'Angesichts der jüngsten Pannenserie besteht der Verdacht, dass Nachforderungen in Millionenhöhe und damit weitere Belastungen für den Steuerzahler nicht ausgeschlossen sind. Vor dem Hintergrund des Landesrechnungshofberichtes, der der Landesregierung miese Noten gibt, muss von weiteren Desastern rechtzeitig Abstand genommen werden,' erklärte Ulrike Höfken.
Die Grünen kündigten auch auf Bundesebene weitere Unterstützung für die Bürgerinitiative an. 'Wir wollen den landschaftlich verträglichen Tourismus und die Kulturlandschaften erhalten, denn nur so hat die Region Zukunftschancen,' waren sich Markus Tressel, Ulrike Höfken und Jutta Blatzheim-Roegler abschließend einig.
AG Pro-Mosel: Bürgerinitiative gegen den Bau der B50neu und des Hochmoselübergangs
Pressekontakt: Patrick Wagner (schinnerhannes2009[at]yahoo.de)
AG Pro Mosel
www.pro-mosel.de| Meldung teilen! | Tweet |
|
Werden Sie Fan auf facebook:
Dieser Artikel wurde 1348 mal gelesen.
Permanentlink: http://www.texte-atelier.de/geplante-hochmoselbruecke-schaedlich-fuer-fremdenverkehr-region-pr94693.html
Suchbegriffe: B50neu, Hochmoselübergang, Hochmoselbrücke, Mosel, Tourismus, Markus Tressel, Ulrike Höfken
Weitere Meldungen aus Bernkastel-Wittlich:
14.12. 17:09 | „RPR1.Weihnachtswunsch“ für Annika aus Morbach
03.09. 20:03 | Betriebsversammlung Dr. Oetker Tiefkühlprodukte KG Wittlich
06.04. 14:59 | Das RPR1.Siegel des schönen Lebens Marcellos` Eiseck in Kröv im Moselland ist das beste Cafehaus in Rheinland-Pfalz




